Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
  • Kontaktformular
  • Suche
  • Kontakt
RSSPrint

Bericht vom MAV-Kongress 2017

Planung

Als Veranstalter des MAV Kongress will die HMAV Themen aufgreifen, die für uns sowohl in der Gegenwart, wie auch für die Zukunft aktuell sind. Wir wollen damit den Mitarbeitervertretungen, den Mitarbeitenden, aber auch den Dienststellenleitungen und Verantwortlichen für die Beschäftigten Informationen zur Verfügung stellen, die zur Diskussion anregen.

Zum Kongress 2017 haben wir mit dem Thema Arbeitszeit und Lebenszeit- Möglichkeiten und Grenzen im Arbeits- und Lebensprozess eingeladen. Aus unserer Sicht wird die Gestaltung von Arbeit und privater Zeit zukünftig darüber mitentscheiden, ob ein Arbeitgeber für Arbeitnehmer interessant ist. Mitarbeitende von kirchlichen Arbeitgebern brauchen auch heute schon flexible Arbeitsbedingungen, die durch verschiedenen Lebenssituationen gefordert sind, wie:

  • Aufbau der ersten Existenz
  • Gründung einer Familie
  • Betreuung und Pflege von Kindern und Eltern
  • Vorbereitung auf die Rentenzeit
  • vorrübergehender Bedarf an mehr Freizeit

 

 Ablauf

Das wir mit diesem Thema richtig gelegen haben zeigt uns die hohe Anzahl von 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, als auch das Interesse der eingeladenen Dienstgebervertreterinnen und Vertreter.

Nach drei sehr interessanten Vorträgen am Vormittag

-       Herr Heiko Glawe – DGB „Arbeit 4.0 – Welche Regelung braucht es"“

-       Herr Prof. Dr. Becker - EFH Bochum „Flexibel, mobil, ausgebrannt – zur Dynamik kirchlicher Arbeitsbedingungen““

-       Frau Sylvia Skrabs ver.di „Mehr Zeit für mich - Gestaltung von Arbeitszeit“,

 

hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich in den anschließenden Arbeitsgruppen auszutauschen:

-       Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der gemeindlichen Arbeitswelt (Frau Ute Lingner – Studienleiterin AKD).

-       Arbeit 4.0 –welche Regelung braucht es (Herr Heiko Glawe – DGB),

-       Teilzeit und Befristung - gesetzliche Regelungen und Möglichkeiten nach der neuesten Rechtsprechung und dem TV-EKBO (Herr RA Marko Witt – Rechtsanwalt),

-       die Dienstgemeinschaft als gemeinsamer Gestaltungsauftrag mit der kirchlichen Verwaltung als Dienstleister (Dr. Jörg Antoine – Präsident des Konsistoriums der EKBO),

-       alt werden und jung bleiben – Herausforderungen und Chancen des demographischen Wandels als schulische Herausforderung (Herr Bernd Gabbei – Senatsverwaltung für Bildung, Jugend & Wissenschaft),

-       mit Resilienz gegen Burnout und andere Gefahren – ein effektives Hilfsmittel mit Auswirkungen für die Arbeitszeit und Lebenszeit (Herr Carsten Burfeind - Burfeind Training, Beratung, Mediation),

-       Gute neue Arbeitswelt - Wege in die Zukunft (Frau Verena Zühlke - Abt. 7 Arbeitsrecht im Konsistorium der EKBO) und

-       das Landeskirchenweite Intranet als Kommunikations- und Arbeitsplattform für moderne Arbeit in der EKBO (Herr Dr. M. Richter - Abteilung I des Konsistoriums der EKBO)

Zusätzlich gab es auf dem Kongress eine Info- und Aktionsfläche mit vielfältigen Angeboten verschiedener Partner der HMAV. Sehr umfangreiches Informationsmaterial zu verschiedenen Themen wurde durch Herrn Thomas Raffael aus dem HMAV Büro zur Verfügung gestellt. 

 Fazit

Der Kongress 2017 kann sowohl thematisch, als auch durch sein Format mit Vorträgen und Workshops als Erfolg bezeichnet werden. Die Rückmeldungen der Teilnehmer haben dies ebenfalls bestätigt, wenn es auch im organisatorischen Ablauf noch Verbesserungspotential gibt.

Die auf dem Kongress erarbeiteten Thesen bleiben im Fokus der HMAV. Sie sollen uns zukünftig als Arbeitsgrundlage dienen, um eines unserer Ziele, dass die Evangelische Kirche ein guter Arbeitgeber ist, zu erreichen.

Dazu bleiben wir im Dialog mit den Mitarbeitervertretungen und Dienststellenleitungen.  

Bericht vom MAV-Kongress 2017 als pdf

Beschäftigte bekommen höhere Löhne

Die Tarifvertragsparteien haben sich am 13.4.2017 auf folgende Ergebnisse geeinigt, das nun von allen beteiligten Gewerkschaften und der Landeskirche gebilligt ist:

1. Die Entgelte der Mitarbeiter*innen werden ab dem 1. April 2017 um 2 % erhöht.
2. Ab dem 1. Januar 2018 folgt eine weitere Entgelterhöhung um 3,9086 %.
3. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird von 39 Stunden auf 39 Stunden und 24 Minuten erhöht.
4. Ab Oktober 2018 soll auch für Mitarbeiter*innen in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie KR 9a bis KR 9d eine Entgeltstufe 6 eingeführt werden. Deren Beträge werden jeweils um 3 % über den Beträgen der Stufe 5 in der entsprechenden Entgeltgruppe liegen.
5. Für bestimmte Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst werden ab dem 1. April 2017 neue Entgeltgruppenzulagen eingeführt.
6. Ab 2018 sollen für die Mitarbeiter*innen der EKBO endlich dieselben Jahressonderzahlungssätze gelten wie für Tarifbeschäftigte des Landes Berlin:

a) EG 1 bis E 8 95 % (heute: 84 %)
b) EG 9 bis E 11 80 % (heute: 70 %)
c) EG 12 bis E 13 50 % (heute: 48 %)
d) EG 14 bis E 15 35 % (heute: 33%)

Der Tarifvertrag wird eine Laufzeit bis zum 30.4.2019 haben.
Einzelheiten können dem Tarifinfo der Gewerkschaften 
TARIFINFO der Gewerkschaften als PDF

und dem Rundschreiben (Ref. 7.2 Az. 2303-32:05) der Landeskirche entnommen werden
2017-05-31_Rundschreiben_Anpassung_Entgelte_TV-EKBO.pdf

Änderungen in der Entgeltordnung für Kirchenmusiker*innen

Am 17. Januar haben sich die Tarifvertragsparteien zu Änderungen des TV-EKBO und des TVÜ-EKBO geeinigt, die die Kirchenmusiker*innen betreffen:

Änderungen im Teil III Abschnitt 10 der Entgeltordnung (Anlage A zum TV-EKBO):

1) In Entgeltgruppe 8 gibt es zwei neue Fallgruppen. Das ermöglicht Kirchenmusikern mit C-Prüfung unter bestimmten Voraussetzungen in die EG 8 eingruppiert zu werden.

2) Kreiskantoren werden nicht mehr in EG 12 eingruppiert, sondern erhalten eine Zulage.

3) Für KM-1-Stellen wurde im Bewertungsbogen die Punktzahl von 180 auf 200 erhöht.

4) Im Bewertungsbogen gab es noch weitere kleine Änderungen.

Wo es durch die Änderungen nötig war, wurde auch der Überleitungstarifvertrag (TVÜ-EKBO) angeglichen.

Änderungen bei bestehenden Arbeitsverträgen werden nur auf Antrag der Mitarbeitenden vorgenommen. Anträge sind bis zum 31. Januar 2018 zu stellen. Wir empfehlen den Mitarbeitenden sich vor Antragstellung von ihrer MAV beraten zu lassen.

Die Kirchenleitung hat die Änderungen mit einem Rundschreiben vom 7.4.2017 den Arbeitgebern bekannt gegeben.
Rundschreiben Ref. 7.2 Az. 2306-32:00 als PDF

Letzte Änderung am: 22.09.2017