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Mindestens so lange es die Schulpflicht gibt, ist Schule einer der Orte, an dem sich sehr viele gesellschaftliche Probleme wie in einem Brennglas bündeln. Die Rede von den „multiplen Krisen“ ist also für Pädagog_innen eher der Alltag als der Sonderfall. In den letzten Jahren kamen nun allerdings weitere Krisen hinzu, die das System Schule, so wie wir es kannten, vor eine in dieser Generation noch nicht dagewesene Herausforderung stellen. 

Die menschengemachte Erderwärmung stellte die Schule als Bildungsraum der ‚jüngeren Generation‘ mit Fridays for Future in den Mittelpunkt einer gesellschaftlichen Debatte, so als ob dies der Ort wäre, wo die hausgemachten Probleme der ‚älteren Generation‘ verhandelt werden müssten. Viele der in dieser Debatte vertretenen Positionen relativierten sich jedoch mit kaum dagewesener Plötzlichkeit, als die Corona Krise für eine flächendeckende Schließung der Schulen sorgte. 

Jahrzehntelange Missstände im System Schule, unter anderem die mangelnde Digitalisierung,  wurden so unübersehbar deutlich. Herkunftsbedingte Bildungsungerechtigkeiten, für die die deutschsprachigen Systeme ohnehin berüchtigt sind, verschärften sich nochmals. Der Religionsunterricht, strukturbedingt ohnehin oft schon ein Randfach, stand hier noch einmal vor besonderen Herausforderungen. 

Der Workshop möchte den Versuch machen, die multiplen Krisenerfahrungen im Zusammenhang mit Schule ein wenig aufzudröseln und dann Zusammenhänge sichtbar machen. Wichtig wird insbesondere sein, dass die Teilnehmenden ihre Erfahrungen einspeisen und gemeinsam reflektieren können.

Letzte Änderung am: 22.03.2021